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Franz Xaver Fuhr

Franz Xaver Fuhr

Neckarau bei Mannheim 1898 -
Regensburg 1973


Am 23. September 1898 kommt Franz Xaver Fuhr in Mannheim-Neckarau zur Welt. Fuhr ist als Maler Autodidakt. Er erlernt auf Wunsch des Vaters das Malerhandwerk. 1920 legt der junge Künstler seine Aquarelle der Mannheimer Kunsthalle zur Begutachtung vor. Die Kunsthalle erwirbt daraufhin gleich mehrere Aquarelle. Für seine Arbeit erhält er auf Veranlassung des Kunsthallendirektors Gustav Hartlaub als Wertschätzung, neben finanzieller Unterstützung eine Arbeits- und Wohnmöglichkeit im Mannheimer Schloss.
Die Berliner Akademie zeigt 1927 in der Herbstausstellung Aquarelle des Künstlers, 1928 ebenso die Galerie der Gebrüder Nierendorf. Ausstellungen In Danzig, Königsberg, Düsseldorf und Lübeck folgen. Der Maler wird in den Deutschen Künstlerbund aufgenommen und nimmt seither regelmäßig an dessen Ausstellungen teil.
Ausdruck offizieller Anerkennung ist 1930 und 1931 die Auszeichnung mit dem Preis der Preußischen Akademie und dem Villa-Romana-Preis für Florenz. Eine geflechtartige, strenge Linearität bei gleichzeitiger weicher, fließender Farbigkeit zeichnet in dieser Zeit das Schaffen Fuhrs aus. Franz Xaver Fuhr entwickelt diese Kompositionsprinzipien in den frühen dreißiger Jahren konsequent weiter. Der malerische Aspekt gewinnt an Gewicht, die Arbeiten wirken nun weniger streng. Die Auswirkungen nationalsozialistischer Kulturpolitik und die sich zunehmend verschlechternde wirtschaftliche Situation bleiben auch für Fuhr nicht ohne Folgen. Schon 1934 werden Fuhrs Bilder in der Städtischen Kunsthalle abgehängt. Drei Jahre später werden bei verschiedenen Beschlagnahmeaktionen 23 Werke aus deutschen Museen entfernt und mehrere davon in der Münchner Schau "Entartete Kunst" gezeigt. Es folgt das offizielle Berufsverbot.
1943 wird Fuhrs Wohnung in Mannheim Opfer der Bombenangriffe und der Maler entschließt, seine Heimatstadt zu verlassen. Nabburg wird bis 1950 sein Wohnsitz, dann siedelt Fuhr nach Regensburg um. An der Akademie der Bildenden Künste in München erhält der Maler im Jahr 1946 eine Professur, die er 20 Jahre innehat.
Nachdem Franz Xaver Fuhr die letzten Jahren seines Lebens sehr zurückgezogen verbringt, stirbt der Künstler am 16. Dezember 1973.

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